Wärmewende mit Vernunft: Technologieoffene Energiepolitik und effiziente Förderung

Die FDP-Fraktion setzt ein klares Zeichen für eine Wärmewende mit Vernunft statt Ideologie. Technologieoffenheit, Planungssicherheit und ein effizienter Einsatz der Fördergelder sorgen dafür, dass Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit im Kanton Glarus zusammenspielen statt sich zu widersprechen. So bleibt das Ziel Netto-Null 2050 erreichbar, ohne Haushalte und Wirtschaft finanziell zu überfordern.  

Die FDP-Fraktion hat am 31. Januar 2026 mit einer Motion und einem Postulat wichtige Weichenstellungen für eine realistische, technologieoffene und wirtschaftlich tragfähige Wärmewende im Kanton Glarus eingereicht. Statt einseitig auf Elektrifizierung zu setzen, sollen erneuerbare Energien sowie erneuerbare und klimaneutrale Gase gezielt eingebunden und bestehende Infrastrukturen sinnvoll weitergenutzt werden. Gleichzeitig sollen kantonale Fördergelder dort konzentriert werden, wo sie die grösste Wirkung entfalten. Der Fokus liegt auf den Anschluss an bestehende oder verbindlich geplante Wärmenetze, anstatt teure Doppelstrukturen mitzufinanzieren.

Vorsorgesicherheit durch Technologieoffenheit und Infrastrukturnutzung

Die aktuelle Wärmewende im Kanton Glarus stösst an ihre Grenzen, da die starke Fixierung des Energiegesetzes auf Elektrifizierung und Fernwärme allein nicht ausreicht. Fernwärmeprojekte verzögern sich durch komplexe Bewilligungsverfahren, hohe Kosten und mangelnde Koordination. 

Die FDP-Fraktion ist überzeugt, dass die Wärmewende nur gelingen kann, wenn sie realistisch, planbar und gesamtsystemisch angegangen wird. Statt einer einseitigen Konzentration auf Elektrifizierung und Fernwärme sollen deshalb auch erneuerbare und klimaneutrale Gase eine wichtige Rolle spielen. Dies entlastet die Stromnetze insbesondere im Winter und nutzt bestehende Infrastrukturen wirtschaftlich sinnvoll weiter.

Fernwärme als tragender Pfeiler einer effizienten Förderpraxis

In dicht bebauten Bauzonen mit hohem Wärmebedarf ist die Fernwärme der entscheidende, tragende Pfeiler der kantonalen Wärmeversorgung. Um die Wirksamkeit öffentlicher Mittel zu maximieren, muss die kantonale Förderpraxis präzise auf die Energieplanung 2035 abgestimmt werden. Die parallele Förderung von Einzelwärmepumpen in Wärmenetzgebieten schwächt die Wirtschaftlichkeit der Netze und führt zu unnötigem Stromnetzausbau. Eine klare Priorisierung der Wärmenetze schafft Verlässlichkeit für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ebenso wie für Energieversorger und stellt sicher, dass die vorhandenen öffentlichen Mittel dort eingesetzt werden, wo sie die grösste Wirkung entfalten.

Wieso wir jetzt eine vernünftige Wärmewende benötigen

Eine erfolgreiche Wärmewende im Kanton Glarus ist zwingend notwendig, um das Ziel Netto-Null bis 2050 zu erreichen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Ohne die geforderten Anpassungen droht die Transformation an infrastrukturellen Grenzen und massiven Mehrkosten zu scheitern. Die Vorstösse zeigen, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit keine Gegensätze sind.

Die FDP-Fraktion setzt ein klares Zeichen für eine ideologiefreie, liberale und verantwortungsvolle Energiepolitik im Kanton Glarus: weg von starren Vorgaben und teuren Doppelstrukturen, hin zu vernünftigen Lösungen, die ökologische Ziele mit ökonomischer Vernunft und Planungssicherheit für alle Beteiligten verbinden.

 

Postulati im Detail                                      Motion im Detail