Die FDP-Landratsfraktion fordert mit einem Postulat, dass kantonale Fördermittel im Wärmebereich gezielter und wirksamer eingesetzt werden. In Gebieten mit bestehenden oder verbindlich geplanten Wärmenetzen sollen keine Fördergelder mehr für einzelne Wärmepumpen ausgerichtet werden. Stattdessen sollen Anreize konsequent auf den Anschluss an Wärmenetze ausgerichtet werden.
Wärmenetze sind in dicht bebauten Gebieten eine besonders effiziente Form der Wärmeversorgung. Sie nutzen lokale erneuerbare Energiequellen, senken den CO₂-Ausstoss und schaffen langfristige Planungssicherheit. Werden parallel dazu Einzelheizsysteme gefördert, entstehen Doppelstrukturen. Das schwächt bestehende Netze, erhöht den Strombedarf im Winter und senkt den volkswirtschaftlichen Nutzen der eingesetzten Fördermittel.
Andere Kantone setzen bereits auf klar definierte Versorgungsgebiete und eine abgestimmte Förderpraxis. Der Kanton Glarus verfügt mit der kantonalen Energieplanung und dem Energieinfoportal über gute Grundlagen. Nun gilt es, diese konsequent zu nutzen und die Förderpraxis entsprechend auszurichten.
Fördermittel dort einsetzen, wo sie am meisten bringen
Das Postulat verlangt vom Regierungsrat aufzuzeigen,
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wie sichergestellt werden kann, dass in Wärmenetzgebieten keine Fördergelder für Wärmepumpen ausbezahlt werden,
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wie Fördermittel gezielt den Anschluss an Wärmenetze unterstützen können,
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und wie diese Praxis mit der kantonalen Energieplanung 2035 und dem Massnahmenplan Luftreinhaltung abgestimmt ist.
Eine klare Förderstrategie erhöht die Effizienz der eingesetzten Mittel, schafft Verlässlichkeit für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sowie für Energieversorger und stärkt bestehende Infrastrukturen.
Klare Prioritäten für eine nachhaltige Wärmeversorgung
Für die FDP Kanton Glarus ist klar: Öffentliche Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie die grösste Wirkung entfalten. Der Anschluss an Wärmenetze soll in geeigneten Gebieten Priorität haben. Das stärkt die Versorgungssicherheit, vermeidet unnötige Kosten und unterstützt die energiepolitischen Ziele des Kantons.
Das Postulat ist ein pragmatischer Schritt hin zu einer kohärenten, effizienten und nachhaltigen Förderpolitik. Im Interesse der Bevölkerung, der Gemeinden und der öffentlichen Finanzen.