Der Landrat beschloss an seiner letzten Sitzung im Rahmen des Entlastungspakets 2025+ eine Begrenzung des Fahrkostenabzugs auf neu maximal CHF 6000. Die FDP-Fraktion setzte sich für die Beibehaltung des bisherigen Systems ein, das den Abzug der effektiv angefallenen Fahrkosten erlaubt. Der neue Höchstbetrag bedeutet eine unfaire Mehrbelastung für Pendlerinnen und Pendler und widerspricht dem angekündigten Verzicht auf Steuererhöhungen. Zudem mindert diese Massnahme die Attraktivität des Kantons weiter.
Keine Zusatzbelastung für den Mittelstand
Das Entlastungspaket 2025+ wurde unter der Prämisse lanciert, auf Steuererhöhungen zu verzichten. Mit der Begrenzung des Fahrkostenabzugs wird dieses Versprechen jedoch gebrochen. Rund 4'440 Haushalte im Kanton Glarus wären von dieser Massnahmen direkt betroffen. Dies entspricht fast jeder fünften Person im Kanton. Für die FDP-Fraktion ist dabei klar: Die Anpassung ist faktisch eine versteckte Steuererhöhung, die gezielt die arbeitende Bevölkerung und den Mittelstand trifft. Ein Entlastungspaket darf nicht zum Belastungspaket für jene werden, die das System tragen.
Gefahr für Glarus Süd und Schwächung der kantonalen Attraktivität
Besonders die Gemeinde Glarus Süd würde durch diese Massnahme zusätzlich belastet. Die Begrenzung träfe nicht nur Pendlerinnen und Pendler, die ausserhalb des Kantons arbeiten, sondern greift bereits bei innerkantonalen Wegen, etwa von Glarus Süd nach Glarus Nord. Dies schwächt die Attraktivität der ohnehin geforderten Gemeinde Glarus Süd weiter und bestraft Menschen für ihre bewusste Entscheidung, im Kanton Glarus zu wohnen und zu arbeiten.
Standortattraktivität sichern: Gegen den Verlust von Steuersubstrat
Langfristig warnt die FDP-Fraktion vor den negativen Folgen für den gesamten Wirtschaftsstandort. Angesichts der bereits hohen Mobilitätskosten und einer zusätzlich zunehmenden steuerlichen Belastung für Fachkräfte droht eine Abwanderung von Leistungsträgern. Jeder Wegzug kostet dem Kanton deutlich mehr Steuersubstrat, als durch die Begrenzung des Abzugs kurzfristig eingespart werden kann. Die FDP-Fraktion fordert daher echte Sparmassnahmen bei den Kantonalausgaben, statt die Standortattraktivität durch versteckte Steuererhöhungen aufs Spiel zu setzen.