Interpellation zur Zukunft der schriftlichen Abschlussprüfungen

Die FDP.Die Liberalen Kanton Glarus hat eine Interpellation zur Zukunft der schriftlichen Abschlussprüfungen im Fach Allgemeinbildung eingereicht.

Hintergrund ist der Entscheid des Bundesrates vom 28. Februar 2025, wonach die Kantone künftig selbst bestimmen können, ob die Lehrabschlussprüfungen im Fach Allgemeinbildung schriftlich oder mündlich durchgeführt werden. Damit entsteht ein neuer Handlungsspielraum – und gleichzeitig die Frage, wie sich die Prüfungskultur im Kanton Glarus künftig entwickeln soll.

Für die FDP ist klar: Die schriftliche Abschlussprüfung ist mehr als eine reine Leistungsüberprüfung. Sie ist ein wichtiges Element der Qualitätssicherung in der beruflichen Grundbildung. Sie fordert von den Lernenden strukturiertes Denken, klare Argumentation und die Fähigkeit, sich schriftlich mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Zudem stellt sich angesichts der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz die Frage, ob alternative Prüfungsformen wie Hausarbeiten oder rein mündliche Prüfungen dieselbe Objektivität und Vergleichbarkeit gewährleisten können.

Mit der Interpellation wollen wir vom Regierungsrat insbesondere wissen:

  • Welche Bedeutung misst er der schriftlichen Abschlussprüfung für die Qualitätssicherung der Berufsbildung im Kanton Glarus bei?

  • Ist geplant, die schriftliche Prüfung im Fach Allgemeinbildung beizubehalten oder ganz bzw. teilweise abzuschaffen?

  • Welche Rolle spielt die schriftliche Prüfung aus Sicht des Regierungsrates für Gleichbehandlung und eine objektive Leistungsbewertung?

Wir setzen uns dafür ein, dass bewährte Standards nicht leichtfertig aufgegeben werden und die Qualität der Berufsbildung im Kanton Glarus auch künftig gesichert bleibt.

 

Vorlage im Detail