Mit der Motion «Beschleunigte Planung Verkehrserschliessung Glarnerland» verlangte die FDP-Fraktion, dass der Kanton umgehend spezialisierte Planer beauftragt und gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen ein Gesamtprojekt zur Anbindung des Kantons ans Nationalstrassennetz vorantreibt. Dafür beantragte sie einen Nachtragskredit von 500'000 Franken.
Jetzt zählt das Tempo
Inzwischen hat der Regierungsrat seine Haltung weiterentwickelt. In seiner Stellungnahme zu «Verkehr ‘45» fordert er, die Umfahrung Netstal–Glarus einem früheren Realisierungshorizont zuzuordnen. Der Regierungsrat kündigt an, dass der Kanton mit einem Vorprojekt in Vorleistung geht. Für das laufende Jahr hat er dafür 150'000 Franken bewilligt und erste Aufträge für die Projektorganisation vergeben. Im Strassenbauprogramm 2027 sieht er weitere 450'000 Franken für die Planung der Umfahrungen Netstal und Glarus vor. Für 2026 und 2027 sind damit insgesamt 600'000 Franken vorgesehen, davon 450'000 Franken unter Vorbehalt der Zustimmung des Landrates. Entscheidend ist für die FDP, dass daraus rasch konkrete Planungsfortschritte entstehen.
Die FDP begrüsst diese Entwicklung ausdrücklich. Sie kommt allerdings spät. Das Vorprojekt soll bis Ende 2028 abgeschlossen sein, während die eidgenössischen Räte «Verkehr ‘45» voraussichtlich ab Frühjahr 2027 beraten. Umso wichtiger ist es, dass der Kanton die Arbeiten nun mit höchster Priorität vorantreibt. «Wir freuen uns, dass der Regierungsrat nun ein Vorprojekt in Auftrag gibt. Jetzt kommt es darauf an, die verlorene Zeit mit einem straffen Terminplan wettzumachen», sagt FDP-Landrat und Co-Präsident Remo Goethe. Die FDP-Fraktion wird das Strassenbauprogramm 2027 im Landrat in diesem Sinne unterstützen und sich dafür einsetzen, dass der Terminplan eingehalten oder verkürzt wird.